Themenschwerpunkte im Hochwasserrisikomanagement

Hochwasserrisikomanagement, © Uwe Müller

Anliegen des Projektes STRIMA war, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien beim Hochwasserrisikomanagement zu verbessern. Ziel ist entsprechend der »EG Hochwasserrisikomanagementrichtlinie die Verringerung des Risikos hochwasserbedingter nachteiliger Folgen auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und die wirtschaftlichen Tätigkeiten.

Phasen des Hochwasserrisikomanagements zwischen zwei Hochwasserereignissen:

Hochwasserbewältigung:
Begrenzung des Ausmaßes und der Dauer der Hochwasserkatastrophe, z.B. Hochwassereinsatz (Alarmierung, Rettung, Schadensabwehr), provisorische Instandsetzung/Sicherstellung von lebenswichtigen Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser, Wasserwerke, Verkehrs- und Rettungswege, Kommunikationswege, Ver- und Entsorgung) und Dokumentation des Hochwasserereignisses und der Hochwasserbewältigung

Regeneration:
Schaffung aller Voraussetzungen für den normalen Alltagsbetrieb, z.B. nachhaltiger Wiederaufbau lebenswichtiger Einrichtungen und Ereignisanalyse

Hochwasservorbeugung:
Verminderung der Vulnerabilität (Verletzbarkeit) gegenüber Hochwasserereignissen, z.B. angepasste Raumnutzung, raumplanerische Maßnahmen, natürlichen Hochwasserschutz, technischen Hochwasserschutz, Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten, Risikovorsorge (z. B. Versicherungen, Eigenvorsorge, …), Verhaltensvorsorge, Vorhaltung und Vorbereitung des Katastrophenschutzes, Informationsvorsorge (z. B. Hochwassernachrichtendienst, …) und Hochwasserrisikomanagementpläne

Akteure beim Hochwasserrisikomanagement, © Uwe Müller

"Ziel des integrierten Hochwasserrisikomanagements ist es, neben der Risikoakzeptanz (Risikobewusstsein) die größtmögliche Vermeidung, Verminderung oder Begrenzung des Hochwasserrisikos unter Beteiligung aller Betroffenen und Akteure aller Ebenen, mit allen verfügbaren Mitteln, in allen Phasen des Risikokreislaufes zu erreichen." » Müller, 2013

Das Projekt STRIMA möchte hierzu eine grenzüberschreitende Plattform für die Fachvertreter der Kommunen, die Behörden der Landes- und Kommunalplanung sowie die breite Öffentlichkeit schaffen.

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